Es war einmal ein kleiner Pokal. Er stand schon seit einigen Jahren in einem Regal. Mit der Zeit war er leicht zugestaubt. Ab und an strich ein feuchter Lappen unsanft über seine Rundungen. Er wurde dann wuchtig aus dem Regal gezerrt, abgerubbelt und wieder zurückgestellt. Gerade war wieder einer dieser Tage. Als er wieder im Regal stand und zu Besinnung kam begann er nachzudenken. Es war nicht immer so. Vor vielen Jahren war er hochglanz poliert und stand auf einem großen Tisch auf einer großen Bühne. Alle Menschen starrten ihn an. Er war der Held des Abends, umjubelt und begehrt. Jeder wollte ihn haben, jeder wollte ihn mit nach hause nehmen. Naja, es war nicht ganz so. Er war der viertgrößte Pokal auf dem Tisch. Der größte von allen, war wirklich eine Wucht. Er sah in seitlich an und bestaunte diese Größe, diesen Glanz, diese Macht die er ausstrahlte. Der große Pokal ist das Zeichen für Ruhm, für Erfolg, für Sieg. Er war eigentlich nur eine nette Geste am Rande. Er sah etwas betrübter in die Menge. Doch irgendwie hatte er das Gefühl, dass man auch ihn Schätzen würde. Klar ist ein vierter Platz kein vollkommener Sieg. Aber ist nicht alles was wir leisten im Leben ein kleiner Sieg? Die Menschen müssen so viele Hürden überwinden, so viele Prüfungen bestehen, so viele Wettkämpfe meistern. Nicht der Beste zu sein, heißt ja nicht gleich versagt zu haben. Es sind doch die eigenen kleinen Herausforderungen die man sich stellt, es sind die eigenen Höhepunkte die man feiert, es sind die eigenen kleinen Siege über die man sich freuen sollte. Der kleine Pokal sah nach diesen kurzen Gedankengängen die Zuschauermenge etwas anders an. Ich bin vielleicht nur der Pokal für den vierten Platz, aber auch ich werde heute hier einen Menschen glücklich machen. Denn auch ein vierter Platz ist ein Sieg. Ein eigener kleiner Sieg. Die Bestätigung an etwas Teilgenommen zu haben, die Bestätigung sein Bestes gegeben zu haben. Die Menschen sollen doch mit ihren eigenen Leistungen zufrieden sein, dann will auch ich mit meiner Größe zufrieden sein, dachte sich der kleine Pokal weiter. Wenn ich nur neidisch auf den großen Pokal blicke, werde ich auch nicht größer. Ich blicke groß und stolz auf den vierten Platz den ich auszeichne, dann wird der Mensch der mich gewinnt auch groß und stolz auf mich blicken. Und da strahlte der kleine Pokal.
Die Siegerehrung begann. Der kleine Pokal ganz links neben ihm wurde zuerst vergeben. Ein Mädchen mit Sommersprossen ging die Bühne hinauf. Sie lächelte. Sie freute sich über einen sechsten Platz. Wie stark muss dann die Freude über den vierten Platz erst sein. Auch der Junge der den fünften Platz belegte sah nicht sehr traurig aus. Und nun war er an der Reihe. Der Mann, welcher die Siegerehrung durchführte, nahm ihn in die Hand. Er sah auf das Blatt vor ihm und sprach dann ins Mikrophon „Cedric Friedrich Tenram“. Der kleine Cedric stürmte auf die Bühne, er strahlte vor Stolz. Der kleine Pokal war mächtig stolz. Er wusste es, er musste nur fest daran glaube, dass auch ein vierter Platz ein toller Platz war und das es gar nicht so wichtig ist den größten Pokal mit nach Hause zu nehmen. Cedric nahm den Pokal an sich, er drückte ihn ganz fest und stürmte dann hinunter zu seinen Eltern. Alle bestaunten den Pokal. Alle waren stolz auf diesen vierten Platz. Und auch der kleine Pokal war stolz. Zuhause bekam er einen schönen Platz auf dem Regal über Cedrics Bett. Er konnte aus dem Fenster an der Seite blicken und hatte auch einen Prima Überblick über das ganze Zimmer. Hier gefällt es ihm. Wer weiß wo der große Pokal gelandet ist, dachte sich der kleine Pokal. Nach dem Jubel um ihn, hatte er gar nicht mehr darauf geachtet wohin es den großen Pokal verschlagen hat. Er war einfach überglücklich so freundlich in Empfang genommen zu werden und er war sich sicher, dass der große Pokal es mit Sicherheit nicht so gut hatte. Die ersten Tage wurde der kleine Pokal immer wieder vom Regal geholt, jedem gezeigt, bestaunt und bewundert. Cedrics Mama, säuberte ihn sorgfältig. Doch mit der Zeit nahm die Aufmerksamkeit um den kleinen Pokal immer mehr ab. Er wurde auch nicht mehr so oft gepflegt und nach ein paar Monaten wachte er eines Morgens auf und ein weiterer Pokal stand neben ihm. Er war etwas größer und wunderschön, das musste der kleine Pokal zugeben. Der Jubel um den neuen Pokal hielt kürzer an, wie der Jubel um den kleinen Pokal. “Ist auch gut so”, dachte sich der kleine Pokal, schließlich war er der Star in diesem Zimmer. Doch mit der Zeit wurden die Pokale mehr und mehr. Es gab größere und kleinere, doch der kleinste blieb immer er, der kleine Pokal über den man sich einst so gefreut hatte.
Diese Gedanken schossen dem kleinen Pokal durch den Kopf, während er so dastand, nachdem der feuchte Lappen ihn unsanft gereinigt hatte. Wobei man von reinigen nicht reden kann, da er ganz deutlich noch Staub an seinem Fuß sehen konnte. Aber das ist schon so lange so, er hat die Hoffnung auf Besserung schon aufgegeben.
Freundengeschrei riss ihn aus seinen Gedanken. Ein jubelnder Teenager rannte durchs Haus. War das Cedric? Der kleine Pokal war sich ganz sicher. Das musste Cedric sein. Und da war er, Cedric, und er hielt einen Pokal in der Hand. Den größten und schönsten den der kleine Pokal je gesehen hatte. Er war größer als der Pokal neben welchem er einst stand. Er war riesengroß. Und Cedric war mächtig stolz. Er sprang auf sein Bett und jubelte übermütig. Dann stellte er den großen Pokal ins Regal zu den vielen vielen anderen Kleinen. Jetzt begann eine Welle der Bewunderung die noch nie da gewesen war und diese Zeit hielt ziemlich lange an.
Ein paar Tagen vergingen und eines Nachmittags saß Cedric mit seinem Vater auf seinem Bett und bewunderte den großen Pokal. Nach kurzer Zeit stellte er sich auf und durchsuchte das Regal mit den vielen Pokalen. Da sah er ihn, den kleinen Pokal, ganz hinten, ganz verstaubt, ganz vernachlässigt. Er holte ihn hervor. „Mit diesem Pokal fing alles an“, sagte Cedric. „Dieser Pokal war mein erster Gewinn, ich hab mich so gefreut. Jetzt hab ich es geschafft, jetzt bin ich Erster. Eigentlich brauche ich die ganzen Pokale jetzt nicht mehr.“
Der kleine Pokal erschrak. Was sollte das heißen, wird er jetzt hergegeben? Wird er entsorgt? Was wird mit ihm passieren? Da hörte er die Stimme von Cedrics Vater „Du brauchst sie nicht mehr? Wieso nicht?“
„Weil ich jetzt erfolgreich bin, jetzt habe ich den Großen, was soll ich da mit den Kleinen?“
„Cedric, alle diese Pokale, sind Siege von dir, alle diese Pokale haben dich zu diesem großen Pokal geführt. Sie waren wichtige Stationen auf deinem Weg zu diesem Erfolg. Selbst wenn sie nicht mehr dein Regal hier verzieren, selbst wenn du sie nicht mehr jeden Tag siehst, sie sind Teil deines Erfolgs. Es war ein weiter Weg bis zum Ziel, aber du bist noch nicht am Ende angekommen. Vergesse nie, den Weg den du gegangen bist. Der Jubel der dich umhüllt ist nur von kurzer Dauer. Es wird schmerzvoll, wenn du dich nicht mehr erinnerst, wie es vorher war.“
„Du hast recht“, sagte Cedric und strich die Staubreste vom Fuß des kleinen Pokals. „Diesen werde ich niemals hergeben, er war der erste Schritt“.
„Zwischen dem ersten und dem letzten Schritt, ist ein langer Weg und du mein lieber Cedric bist noch nicht am Ende des Wegs. Gehe auch jetzt noch mit Bedacht alle weiteren Schritte. Erfolgreich sind wir dann, wenn wir sehen wie weit es noch ist bis zum eigentlichen Erfolg“.
Cedric stellte sich wieder aufs Bett, schob alle Pokale zusammen und stellte in die vorderste Reihe den kleinsten und den größten Pokal von allen.
Der kleine Pokal hat sich noch nie so groß gefühlt wie in diesem Moment. Er war der erste Schritt auf dem Erfolgsweg des kleinen Cedrics. Er hat die längste Zeit hier in diesem Zimmer verbraucht und er durfte bleiben. Er strahlte richtig.Doch schon nach wenigen Tagen strahlte der kleine Pokal nicht mehr. Cedric hatte tatsächlich alle anderen Pokale in eine Kiste gepackt und auf den Dachboden geschleppt. Jetzt standen auf dem großen Regal noch der große und der kleine Pokal. Es war so leer und kalt um sie herum. Der kleine Pokal hätte nie gedacht, dass er die anderen Pokale so sehr vermissen würde. Sie waren irgendwie immer Rivalen, aber nach den Worten von Cedrics Vater, waren sie doch alle nur Stationen auf dem Weg zum Erfolg. Der einzige Rivale selbst war doch der Erfolg. Der kleine Pokal war ganz in Gedanken versunken da hörte er eine Stimme
>> Hallo kleiner Pokal > Du kannst mich nicht sehen, denn ich bin unsichtbar > Ich bin der gläserne Pokal, niemand kann mich sehen und man kann mich nicht durch einen Wettkampf gewinnen. Ich bin der Preis, für alle Siege, welche nicht belohnt werden. Ich bin die Trophäe für das Leben. Ich komme mit jedem Menschen auf die Welt, bin winzig klein wie eine Brombeere, doch mit der Zeit wachse ich. Ich beginne zu wachsen mit der Geburt, denn dies ist ein mächtiger Sieg für jeden Menschen. Von da an wachse ich stetig weiter. Ich wachse beim ersten Atemzug des Säuglings, beim ersten Schrei, beim ersten Lächeln, beim ersten Lachen, bei den ersten Worten, bei jeder überstandenen Krankheit. Ich wachse immer weiter, so lange ein Mensch nicht vergisst, dass das Leben voran geht. Ich wachse mit jedem Schritt zum wahren Erfolg. Und der wahre Erfolg, kleiner Pokal, liegt darin immer den Erfolg zu sehen, aber ihn nicht direkt haben zu wollen. Du musst ihm entgegenlaufen, dich ihm annähren, aber dir muss bewusst sein, dass du ihn niemals für dich haben wirst. Wenn du glaubst du bist erfolgreich, dann hast du keinen Erfolg mehr. Du darfst jedoch zu keiner Zeit glauben du hättest keinen Erfolg. Du musst in den kleinen Herausforderungen deinen Erfolg erkennen. Sie sind die Schritte zum wahren Erfolg und diesen erlebst du, wenn du am Ende deines Lebens, dein Leben rückwärts läufst. Den Erfolg spürst du dann, wenn du dich über jeden kleinen Erfolg deines Lebens freuen kannst. Du strebst mir entgegen. Alle Dinge die du als Erfolg ansiehst lassen mich wachsen. Lass mich wachsen, freue dich über dich und deine Taten. Gieße mich mit Stolz. Dann kannst du mich sehen und dann kannst du mich am Ende in deinen Händen halten und dann ziehe ich mit dir gemeinsam durch den Rücklauf deines Lebens”
Die Siegerehrung begann. Der kleine Pokal ganz links neben ihm wurde zuerst vergeben. Ein Mädchen mit Sommersprossen ging die Bühne hinauf. Sie lächelte. Sie freute sich über einen sechsten Platz. Wie stark muss dann die Freude über den vierten Platz erst sein. Auch der Junge der den fünften Platz belegte sah nicht sehr traurig aus. Und nun war er an der Reihe. Der Mann, welcher die Siegerehrung durchführte, nahm ihn in die Hand. Er sah auf das Blatt vor ihm und sprach dann ins Mikrophon „Cedric Friedrich Tenram“. Der kleine Cedric stürmte auf die Bühne, er strahlte vor Stolz. Der kleine Pokal war mächtig stolz. Er wusste es, er musste nur fest daran glaube, dass auch ein vierter Platz ein toller Platz war und das es gar nicht so wichtig ist den größten Pokal mit nach Hause zu nehmen. Cedric nahm den Pokal an sich, er drückte ihn ganz fest und stürmte dann hinunter zu seinen Eltern. Alle bestaunten den Pokal. Alle waren stolz auf diesen vierten Platz. Und auch der kleine Pokal war stolz. Zuhause bekam er einen schönen Platz auf dem Regal über Cedrics Bett. Er konnte aus dem Fenster an der Seite blicken und hatte auch einen Prima Überblick über das ganze Zimmer. Hier gefällt es ihm. Wer weiß wo der große Pokal gelandet ist, dachte sich der kleine Pokal. Nach dem Jubel um ihn, hatte er gar nicht mehr darauf geachtet wohin es den großen Pokal verschlagen hat. Er war einfach überglücklich so freundlich in Empfang genommen zu werden und er war sich sicher, dass der große Pokal es mit Sicherheit nicht so gut hatte. Die ersten Tage wurde der kleine Pokal immer wieder vom Regal geholt, jedem gezeigt, bestaunt und bewundert. Cedrics Mama, säuberte ihn sorgfältig. Doch mit der Zeit nahm die Aufmerksamkeit um den kleinen Pokal immer mehr ab. Er wurde auch nicht mehr so oft gepflegt und nach ein paar Monaten wachte er eines Morgens auf und ein weiterer Pokal stand neben ihm. Er war etwas größer und wunderschön, das musste der kleine Pokal zugeben. Der Jubel um den neuen Pokal hielt kürzer an, wie der Jubel um den kleinen Pokal. “Ist auch gut so”, dachte sich der kleine Pokal, schließlich war er der Star in diesem Zimmer. Doch mit der Zeit wurden die Pokale mehr und mehr. Es gab größere und kleinere, doch der kleinste blieb immer er, der kleine Pokal über den man sich einst so gefreut hatte.
Diese Gedanken schossen dem kleinen Pokal durch den Kopf, während er so dastand, nachdem der feuchte Lappen ihn unsanft gereinigt hatte. Wobei man von reinigen nicht reden kann, da er ganz deutlich noch Staub an seinem Fuß sehen konnte. Aber das ist schon so lange so, er hat die Hoffnung auf Besserung schon aufgegeben.
Freundengeschrei riss ihn aus seinen Gedanken. Ein jubelnder Teenager rannte durchs Haus. War das Cedric? Der kleine Pokal war sich ganz sicher. Das musste Cedric sein. Und da war er, Cedric, und er hielt einen Pokal in der Hand. Den größten und schönsten den der kleine Pokal je gesehen hatte. Er war größer als der Pokal neben welchem er einst stand. Er war riesengroß. Und Cedric war mächtig stolz. Er sprang auf sein Bett und jubelte übermütig. Dann stellte er den großen Pokal ins Regal zu den vielen vielen anderen Kleinen. Jetzt begann eine Welle der Bewunderung die noch nie da gewesen war und diese Zeit hielt ziemlich lange an.
Ein paar Tagen vergingen und eines Nachmittags saß Cedric mit seinem Vater auf seinem Bett und bewunderte den großen Pokal. Nach kurzer Zeit stellte er sich auf und durchsuchte das Regal mit den vielen Pokalen. Da sah er ihn, den kleinen Pokal, ganz hinten, ganz verstaubt, ganz vernachlässigt. Er holte ihn hervor. „Mit diesem Pokal fing alles an“, sagte Cedric. „Dieser Pokal war mein erster Gewinn, ich hab mich so gefreut. Jetzt hab ich es geschafft, jetzt bin ich Erster. Eigentlich brauche ich die ganzen Pokale jetzt nicht mehr.“
Der kleine Pokal erschrak. Was sollte das heißen, wird er jetzt hergegeben? Wird er entsorgt? Was wird mit ihm passieren? Da hörte er die Stimme von Cedrics Vater „Du brauchst sie nicht mehr? Wieso nicht?“
„Weil ich jetzt erfolgreich bin, jetzt habe ich den Großen, was soll ich da mit den Kleinen?“
„Cedric, alle diese Pokale, sind Siege von dir, alle diese Pokale haben dich zu diesem großen Pokal geführt. Sie waren wichtige Stationen auf deinem Weg zu diesem Erfolg. Selbst wenn sie nicht mehr dein Regal hier verzieren, selbst wenn du sie nicht mehr jeden Tag siehst, sie sind Teil deines Erfolgs. Es war ein weiter Weg bis zum Ziel, aber du bist noch nicht am Ende angekommen. Vergesse nie, den Weg den du gegangen bist. Der Jubel der dich umhüllt ist nur von kurzer Dauer. Es wird schmerzvoll, wenn du dich nicht mehr erinnerst, wie es vorher war.“
„Du hast recht“, sagte Cedric und strich die Staubreste vom Fuß des kleinen Pokals. „Diesen werde ich niemals hergeben, er war der erste Schritt“.
„Zwischen dem ersten und dem letzten Schritt, ist ein langer Weg und du mein lieber Cedric bist noch nicht am Ende des Wegs. Gehe auch jetzt noch mit Bedacht alle weiteren Schritte. Erfolgreich sind wir dann, wenn wir sehen wie weit es noch ist bis zum eigentlichen Erfolg“.
Cedric stellte sich wieder aufs Bett, schob alle Pokale zusammen und stellte in die vorderste Reihe den kleinsten und den größten Pokal von allen.
Der kleine Pokal hat sich noch nie so groß gefühlt wie in diesem Moment. Er war der erste Schritt auf dem Erfolgsweg des kleinen Cedrics. Er hat die längste Zeit hier in diesem Zimmer verbraucht und er durfte bleiben. Er strahlte richtig.Doch schon nach wenigen Tagen strahlte der kleine Pokal nicht mehr. Cedric hatte tatsächlich alle anderen Pokale in eine Kiste gepackt und auf den Dachboden geschleppt. Jetzt standen auf dem großen Regal noch der große und der kleine Pokal. Es war so leer und kalt um sie herum. Der kleine Pokal hätte nie gedacht, dass er die anderen Pokale so sehr vermissen würde. Sie waren irgendwie immer Rivalen, aber nach den Worten von Cedrics Vater, waren sie doch alle nur Stationen auf dem Weg zum Erfolg. Der einzige Rivale selbst war doch der Erfolg. Der kleine Pokal war ganz in Gedanken versunken da hörte er eine Stimme
>> Hallo kleiner Pokal > Du kannst mich nicht sehen, denn ich bin unsichtbar > Ich bin der gläserne Pokal, niemand kann mich sehen und man kann mich nicht durch einen Wettkampf gewinnen. Ich bin der Preis, für alle Siege, welche nicht belohnt werden. Ich bin die Trophäe für das Leben. Ich komme mit jedem Menschen auf die Welt, bin winzig klein wie eine Brombeere, doch mit der Zeit wachse ich. Ich beginne zu wachsen mit der Geburt, denn dies ist ein mächtiger Sieg für jeden Menschen. Von da an wachse ich stetig weiter. Ich wachse beim ersten Atemzug des Säuglings, beim ersten Schrei, beim ersten Lächeln, beim ersten Lachen, bei den ersten Worten, bei jeder überstandenen Krankheit. Ich wachse immer weiter, so lange ein Mensch nicht vergisst, dass das Leben voran geht. Ich wachse mit jedem Schritt zum wahren Erfolg. Und der wahre Erfolg, kleiner Pokal, liegt darin immer den Erfolg zu sehen, aber ihn nicht direkt haben zu wollen. Du musst ihm entgegenlaufen, dich ihm annähren, aber dir muss bewusst sein, dass du ihn niemals für dich haben wirst. Wenn du glaubst du bist erfolgreich, dann hast du keinen Erfolg mehr. Du darfst jedoch zu keiner Zeit glauben du hättest keinen Erfolg. Du musst in den kleinen Herausforderungen deinen Erfolg erkennen. Sie sind die Schritte zum wahren Erfolg und diesen erlebst du, wenn du am Ende deines Lebens, dein Leben rückwärts läufst. Den Erfolg spürst du dann, wenn du dich über jeden kleinen Erfolg deines Lebens freuen kannst. Du strebst mir entgegen. Alle Dinge die du als Erfolg ansiehst lassen mich wachsen. Lass mich wachsen, freue dich über dich und deine Taten. Gieße mich mit Stolz. Dann kannst du mich sehen und dann kannst du mich am Ende in deinen Händen halten und dann ziehe ich mit dir gemeinsam durch den Rücklauf deines Lebens”
Der kleine Pokal wusste nicht wie ihm geschah. Was war das gewesen. Wer war das? War das Cedrics gläserner Pokal, der da zu ihm gesprochen hatte? Er war kein Mensch, seiner konnte es nicht gewesen sein.Cedric öffnete die Augen. Sonnenstrahlen fielen auf sein Bett. Er rieb sich die Augen und streckte sich, dann stockte er und blickte im Raum umher. Hatte er geträumt er sei ein Pokal? Aber was war da noch? Er blickte nach oben, da stand er, der kleine Pokal. Cedric grinste ihn an, „Hej du, heute Nacht habe ich geträumt ich wäre du!“. Dann stockte er und dachte genauer nach. War das ein Traum? Oder hat der gläserne Pokal heute Nacht zu ihm gesprochen?